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Protonenbestrahlung

Ein von den zahlreichen verfügbaren Verfahren der Bestrahlung mit Photonen (Lichtteilchen, d. h. elektromagnetische Strahlung) abweichendes und in Europa relativ neues Bestrahlungsverfahren, bei dem das Risiko des Bestrahlens gesunden Gewebes auf ein Minimum reduziert sein soll, ist die Protonenbestrahlung. Sie wird, soweit bekannt, zur Behandlung von Prostatakarzinomen in Europa im Wirkbetrieb derzeit an diesen Kliniken angeboten:

Rinecker Proton Therapy Center (RPTC) in München
http://www.rptc.de/,

Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen gGmbH
http://www.uk-essen.de//wpe/behandlung-am-wpe/indikationen.html,

Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden und des Zentrums OncoRay
https://www.uniklinikum-dresden.de/de/das-klinikum/kliniken-polikliniken-institute/universitaets-protonen-therapie-dresden,

Proton Therapy Center in Prag, Tschechische Republik
http://prostate-cancer-treatment.ptc.cz/prostate-treatment/,

von denen wohl das RPTC bisher die höchste Fallzahl beim Behandeln von Prostatakarzinomen aufweisen kann.

Beim Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) des dortigen Universitätsklinikums ist man anscheinend noch nicht so weit, die Behandlung von Prostatakarzinomen routinemäßig anbieten zu können.

Protonen sind elektrisch positiv geladene Wasserstoff-Atomkerne. Sie können so gesteuert werden, dass sie praktisch ihre gesamte Energie im Tumor freisetzen und gesundes Gewebe kaum in Mitleidenschaft ziehen. Wikipedia sagt zur Protonentherapie:

“Die Protonentherapie ermöglicht durch ihre Zielgenauigkeit die Behandlung von Tumoren auch in sensiblen Körperregionen. Der Beschleuniger liefert Protonen (von bis zu 60 % der Lichtgeschwindigkeit) als gut gebündelten Strahl, der präzise auf den vorher berechneten Ort im Tumorgewebe gelenkt werden kann. Beim Eindringen in den menschlichen Körper wird der Strahl so gebremst, dass die Protonen den größten Teil ihrer Energie direkt im Tumorherd entladen (Bragg-Peak). Die ionisierende Wirkung der Protonen führt dann zu einer Schädigung der Tumorzellen, insbesondere ihrer DNA.

Durch die dreidimensional präzise Protonendeposition ist die dadurch erreichbare Strahlendosis im Ziel höher als beim Einsatz der konventionellen Röntgenstrahlung und der mittels Linearbeschleuniger erzeugten Photonen. Im Gegensatz zu anderen Bestrahlungsformen sinkt bei der Protonentherapie deshalb auch das Risiko von Nebenwirkungen. Umgebendes, gesundes Gewebe wird weitgehend geschont.“

Wegen der im Wesentlichen auf das Zielvolumen konzentrierten Energieabgabe kann bei der Protonenbestrahlung mit einer höheren Strahlendosis gearbeitet werden. Beträgt diese bei der Photonenbestrahlung im Rahmen einer Primärtherapie etwa 74 bis 80 Gy, so sind es bei der Protonenbestrahlung etwa 80 bis 82 Gy, ohne dass es zu schwereren Nebenwirkungen kommt als bei der Photonenbestrahlung.

Der technische Aufwand für das Erzeugen und Lenken des Protonenstrahls ist gewaltig, und da zum Beispiel das RPTC ein privates Zentrum ist, ist die Behandlung dort nicht eben billig. Mit einer ganzen Anzahl von GKVn und PKVn hat das RPTC aber Verträge geschlossen, dann kostet die Behandlung etwa 19.000 €, was von diesen GKVn übernommen wird. Eine Liste der GKVn und PKVn, mit denen das RPTC solche Verträge abgeschlossen hat, entweder pauschal oder auf der Grundlage von Einzelfallentscheidungen, finden Sie unter
http://www.rptc.de/de/protonentherapie/klinische-erfahrungen/krankenkassen-mit-vertraegen-mit-dem-rptc.html.
Privatpatienten müssen mit höheren Behandlungskosten rechnen als gesetzlich versicherte Patienten (alle Angaben ohne Gewähr).

Erfolgsstatistiken für einen längeren Zeitraum können noch nicht vorgelegt werden, dafür ist die bisherige Betriebszeit des RPTC zu kurz und die Anzahl behandelter Prostatakrebspatienten noch vergleichsweise gering. Ob also in der Praxis die Protonentherapie wirklich gegenüber den modernen Verfahren der Photonenbestrahlung die auch im Wikipedia-Artikel angeführten Vorteile bezüglich geringerer Nebenwirkungen hat, die die erheblich höheren Behandlungskosten rechtfertigen, kann derzeit nicht gesagt werden.

Bezüglich der Präzision der Bestrahlung und der Definition des Zielvolumens gelten für die Protonenbestrahlung die gleichen Aussagen wie für die aktuellen Techniken der Photonenbestrahlung. Der für die Protonentherapie postulierte Vorteil besteht einzig in dem besseren Schonen gesunden Gewebes; die Heilungschance ist nicht höher als bei den modernen Photonen-Bestrahlungsverfahren, denn auch die Protonentherapie ist eine lokale Therapie, keine Wundertherapie, auch wenn hier und da durch bewusst schwammige Formulierungen versucht wird, diesen Eindruck zu erwecken.

Der postulierte Vorteil der Protonentherapie im Vergleich zur konventionellen Strahlentherapie (perkutanen und/oder interstitiellen3 Strahlentherapie) bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom ist bisher nicht durch Langzeit-Vergleichsstudien belegbar.

Hier:
http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/KK-Trilogie.pdf 
berichtet ein Patient ausführlich über den Weg seiner Entscheidungsfindung zur Protonenbestrahlung gegen seinen Prostatakrebs und seine Erfahrung mit ihr, die in diesem Fall im weltweit ältesten Protonenbestrahlungszentrum, dem in Loma Linda (Kalifornien), durchgeführt wurde; das RPTC war damals noch nicht in Betrieb.
Kontraindikationen gegen die Protonentherapie sind mir nicht bekannt. Grundsätzlich kann jeder Tumor, der sich Photonen bestrahlen lässt, auch mit Protonen behandelt werden.

Dies sagt die Leitlinie auch im Jahr 2014 zur Protonentherapie:
"Ein Vorteil der Protonentherapie im Vergleich zur konventionellen Strahlentherapie (perkutane und/oder interstitielle Strahlentherapie) bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom ist nicht belegt."

 Der vorstehende Text ist ein Auszug aus dem Artikel "Bei mir wurde Prostatakrebs festgestellt – was nun? Erster Rat nach der Krebsdiagnose", der als PDF-Datei hier herunterladen werden kann.

rrd, 15.11.2016

Termine

2020
7. Januar 2020
Vortrag von Dr. Uwe Forner, Ltd. Oberarzt, Klinik für Urologie: „Herr Doktor ich habe da mal eine Frage – Patienten fragen, der Urologe antwortet“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

1. Februar 2020
Patientenaktionstag zum Thema „Rund um den Krebs – was neben der eigentlichen Therapie noch wichtig ist“
10.00 bis 15.00 Uhr
Veranstalter: Asklepios Klinik St. Georg
Veranstaltungsort: Kongresszentrum „Georgie“, c/o Asklepios Klinik St. Georg, Lohmühlenstr. 5, 20099 Hamburg

 

4. Februar 2020
7. Öffentliche Veranstaltung für alle interessierten Männer und ihre Partnerinnen: „Mit Olaf Thon „Für Früherkennung – gegen Prostatakrebs“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

22. Februar 2020
9. Krebsaktionstag im Rahmen des 34. Deutschen Krebskongresses
8.30 bis 17.30 Uhr
Veranstalter: Stiftung Deutsche Krebshilfe, Deutsche Krebsgesellschaft, Berliner Krebsgesellschaft
Veranstaltungsort: CityCube Berlin, Messedamm 26, 14055 Berlin
Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier
Der Eintritt ist frei

 

29. Februar 2020
16. Siegener Prostata-Symposium
Veranstaltungsort: „Haus der Siegerländer Wirtschaft“, Spandauer Str. 25, 57072 Siegen
Nähere Informationen auf www.prostatakrebs-siegen.de

 

 2. März 2019
Vortrag von Prof. Dr. med. Stefan Farke, Chefarzt der Abteilung Allgemein-und Viszeralchirurgie, minimal-invasive Chirurgie und Koloproktologie zum Thema: „Beschwerden am Po? – Nicht aussitzen! Wissenswertes über Hämorrhoiden & Co.“
17.30 Uhr
Veranstalter: Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Mariendorf (Berlin) e. V.
Veranstaltungsort: Friedenstraße 20, 12107 Berlin

 

3. März 2020
Vortrag von Prof. Jochen Hess, Urologe, Uni.-Klinik Essen: „Erektionsstörungen und Inkontinenz nach Prostatatherapie“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

7. April 2020
Vortrag von Dr. A. Göll, Chefarzt Klinik für Urologie: „Vor – und Nachteile einer radikalen Entfernung der Prostata, mit Bauchschnitt (retropubisch) oder minimal invasiv mit
OP – Roboter (da Vinci)0147
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

5. Mai 2020
Vortrag von Dr. Rolf Haerting, Facharzt für Urologie: „Kurative Behandlung des Prostatakarzinoms – Vor- und Nachteile der einzelnen Therapieoptionen“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

27. Mai 2020
Vorankündigung: Informationsabend „Wissenswertes über die Prostata“
Veranstalter: Prostatazentrum am Universitötsklinikum Münster
Veranstaltungsort: Schloss Münster, Aula, Schlossplatz Münster

 

2. Juni 2020
Vortrag von Dr. Th. Schiwy, Facharzt für Urologie: „Das Blasenkarzinom und seine therapeutischen Möglichkeiten einer Behandlung“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

7. Juli 2020
Vortrag von Dr. Uwe Forner, Ltd. Oberarzt , Klinik für Urologie: „Herr Doktor ich habe da mal eine Frage“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

4. August 2020
Vortrag von Fr. Dr. S. Lenz, OÄ Klinik für Anästhesiologie: „Anästhesie (Narkose) im Alter – Wirkung und Nebenwirkung“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

1. September 2020
Vortrag von Chefarzt PD Dr. G. Meckenstock, Marienhospital GE: „Aktuelle Entwicklung in der medikamentösen Tumortherapie“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

6. Oktober 2020
Vortrag von Dr. Christian Kories, Facharzt für Urologie : „Immuntherapie bei Prostatakrebs“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

3. November 2020
Vortrag von Dr. Th. Peiler, Facharzt für Urologie: „Prostatakrebs und Sexualität“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

1. Dezember 2020
Veranstaltung für angemeldete Gäste
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

 

 

 

 

 







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