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Ultraschall (HIFU)

Die Behandlung mit Hoch-Intensivem Fokussiertem Ultraschall (HIFU)


(Auszug aus der Broschüre „Patienteninformation Prostatakrebs“ von Dr. Stefan Thüroff und Prof. Dr. Christian Chaussy, Urologische Abteilung des Krankenhauses München-Harlaching.
5. Auflage vom März 2008, Seite 14f. und Seite 23. Aktualisierte Zahlen vom August 2008)


Bei der Behandlung mit Ultraschall wird eine löffelgroße Sonde in den Enddarm eingeführt, mit deren Hilfe hochintensive Schallwellen auf das Prostatagewebe gerichtet und dieses dabei verödet wird. Die Behandlung erfolgt sehr präzise, so dass angrenzendes Gewebe oder andere Organe nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.
Auf dem Markt gibt es zwei unterschiedliche HIFU-Geräte (Ablatherm® und Sonablate®), die sowohl in der Technik als auch bei den Studienergebnissen deutliche Unterschiede aufweisen.
Die HIFU-Therapie mit Ablatherm® wird in Deutschland seit 1996 angewandt; bis August 2008 wurden weltweit über 16.500 Behandlungen durchgeführt. Von daher stehen ausreichende Daten und die Ergebnisse verschiedener Studien zur Verfügung, die die Wirksamkeit der Methode, die Nebenwirkungen und Komplikationen und das Anwendungsspektrum aufzeigen. Es gibt jedoch noch keine Langzeitdaten von mehr als zehn Jahren, um zu belegen, dass eine Langzeitheilung eingetreten ist und diese Methode somit eine Alternative zur Schnittoperation ist. Patienten, bei denen eine vollständige Entfernung der Prostata möglich und medizinisch ratsam ist, sollten deshalb vorsichtshalber die Operation durchführen lassen.

Eine HIFU-Behandlung findet unter Teilnarkose in einer Sitzung statt, die 1,5 bis 2,5 Stunden dauert. Sie kann, je nach Tumorstadium, sowohl zur Heilung als auch, bei fortgeschrittenen Tumorstadien, zur Linderung einer Krebserkrankung eingesetzt werden. Ihr Anwendungsspektrum ist groß, so kann ein lokal begrenzter Tumor ebenso behandelt werden wie ein fortgeschrittener Tumor oder eine erneute Krebsbildung (Rezidiv), nachdem bereits eine Behandlung stattgefunden hat. Die Nebenwirkungen sind gering. Nach einer HIFU-Behandlung stehen im Falle eines Wiederauftretens des Krebses alle anderen Therapieformen noch offen. Auch eine Wiederholung der HIFU-Behandlung ist möglich.

Die Ergebnisse der Behandlung

Die unmittelbare Wirksamkeit einer Krebstherapie ist oft schwer zu beweisen. Es gibt aber verschiedene Merkmale, die direkt oder indirekt die therapeutische Auswirkung auf den Tumor erkennen lassen:

1. Es werden Kontrollgewebeproben aus der Prostata (Prostatabiopsien) entnommen, um nachzuweisen, dass sich innerhalb der Prostata kein Tumor mehr befindet (frühestens nach sechs Monaten).

2. Der PSA-Wert wird mit Hilfe eines Bluttests bestimmt. Diese Ergebnisse sind sehr wichtig für die Folgebehandlung.

3. Durch ein Knochenszintigramm (wird festgestellt, ob sich sichtbare Metastasen zurückgebildet haben).

Bisher wurden folgende Ergebnisse publiziert, die bei der Behandlung mit Ablatherm® erzielt wurden. Sie sind durch Studien in verschiedenen Ländern dokumentiert. Hier nur eine Auswahl: Bei einer Studie wurden 559 Patienten europaweit in sechs Kliniken behandelt. Nach 51 Monate Nachbeobachtungszeit wurden bei 92 % der Patienten durch Biopsie nachgewiesen, dass sich kein Tumor mehr im der Prostata befindet. Bei einer anderen Studie wurden in Regensburg 146 Patienten mit einem lokalen Prostatatumor (T1-T2) behandelt. Nach fünf Jahren waren über 93 % der Biopsien tumorfrei, über 71 % der Patienten hatten innerhalb der fünf Jahre kein Rezidiv.

In Frankreich wurden 71 Patienten, die nach einer Strahlentherapie wieder einen Tumor bekommen hatten, im Rahmen einer Studie mit Ablatherm® behandelt. Bei 80 % waren nach 80 Monaten die Biopsien tumorfrei.

Die Ergebnisse sind im Einzelnen immer davon abhängig, wie weit der Tumor schon fortgeschritten war, welche Größe er hatte und ob die Behandlung komplett durchgeführt wurde. Es lässt sich aber feststellen, dass die Ergebnisse auch bei Patienten mit einem lokalen Rezidiv ähnlich gut sind. Ähnliches gilt auch für Patienten, bei denen eine lindernde (palliative) Behandlung durchgeführt wurde, also die HIFU-Behandlung nur dazu diente, die Größe des Tumors zu verringern.

Ergänzung der Web-Redaktion des BPS:
Um Betroffenen und Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich im Internet weitergehend über die HIFU-Therapie zu informieren, wurde im Frühjahr 2018 eine neue Patientenseite ins Leben gerufen. Unter www.hifuprostata.de stehen Informationen zum Prostatakrebs und seinen Therapie-Optionen zur Verfügung. Die Möglichkeiten und Grenzen der HIFU-Therapie werden allgemeinverständlich erläutert, und der Ablauf einer HIFU-Behandlung wird in Bildern dargestellt.
Zudem sind alle HIFU-Zentren weltweit aufgelistet, damit die Patienten schnell ein Krankenhaus in ihrer Nähe finden können. Einige Kliniken bieten in der Liste bereits einen Link an, so dass Patienten mit einer medizinischen Frage sich direkt an das entsprechende Haus wenden können. Dieser zusätzliche Service kann von jedem HIFU-Zentrum im deutschsprachigen Raum kostenlos genutzt werden.

Termine

2020
23. August 2020
175-jähriges Jubiläum des St.-Marienhospitals in Borken
10.00 bis 18.00 Uhr
Veranstalter: St.-Marienhospital Borken
Veranstaltungsort: St. Marienhospital, Am Boltenhof 7, 46325 Borken
Die SHG Borken und Umgebung wird mit einem Infostand vertreten sein

 

1. September 2020
Vortrag von Chefarzt PD Dr. G. Meckenstock, Marienhospital GE: „Aktuelle Entwicklung in der medikamentösen Tumortherapie“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

14. September 2020
Gruppengespräch mit Facharzt M. Lünzmann, Urologe in Bottrop
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: AWO-Bürgerhaus Batenbrock, Ziegelstr. 15, 46238 Bottrop

 

6. Oktober 2020
Vortrag von Dr. Christian Kories, Facharzt für Urologie : „Immuntherapie bei Prostatakrebs“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

10. Oktober 2020
Patientenforum mit Vorträgen von Prof. Schlomm: „Frühzeitiger Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden im Hauptstadturologie Netzwerk für Patienten, Ärzte und Klinikum"; Dr. Schenk: „Erfahrung eines langjährig erfolgreich tätigen Urologen bei der Behandlung des Prostatakrebses und die Motivation zur Gründung eines Prostatakarzinom-Zentrums"; Dr. Tillak: „Arbeit des klinischen Krebsregisters für Brandenburg und Berlin"; Prof. Popken: „Die Macht der Maschinen – Wandel in der Therapie des Prostatakarzinom"
9.00 bis 12.00 Uhr
Veranstalter: Regionalverband Neue Bundesländer
Veranstaltungsort: Seminaris SeeHotel Potsdam, An der Pirschheide 40, 14471 Potsdam

 

13. Oktober 2020
Vortrag von Prof. Dr. Cordula Jilg, Uni- Prostatazentrum Freiburg, Urologie, zum Thema „Radioguided Surgery (Aufspüren von radioaktiv markierten Läsionen mit einer Gammastrahlen-Sonde“
19.00 Uhr
Veranstalter: SHG Freiburg
Veranstaltungsort: Klinik für Tumorbiologie (EG), Breisacher Str. 117, 79106 Freiburg

 

3. November 2020
Vortrag von Dr. Th. Peiler, Facharzt für Urologie: „Prostatakrebs und Sexualität“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

4. bis 5. November 2020
SHG Therapieseminar
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: „Die Wolfsburg“, Falkenweg 6, 45478 Mülheim a.d.Ruhr

 

1. Dezember 2020
Veranstaltung für angemeldete Gäste
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

 

 

 

 

 







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