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DGU gründet ein Zentrum für evidenzbasierte Medizin in der Urologie

Verfügbares Wissen erfassen, analysieren und zugänglich machen:

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) hat jetzt den Grundstein für den Aufbau eines Zentrums zur Verbesserung des Wissenstransfers aus der klinischen Forschung in die tägliche Praxis gelegt. Der Prozess des Wissenstransfers vom Wissenschaftler zum klinisch tätigen Arzt wird im englischsprachigen Schrifttum als „knowledge translation“ bezeichnet und ist ein wichtiger Bestandteil der evidenzbasierten Medizin.

 

Durch den Namen UroEvidence signalisiert die DGU, dass medizinische Interventionen und Diagnostiken auf dem Boden gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse basieren sollten und unterstützt als eine der ersten medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland die konsequente wissenschaftliche Arbeit im Bereich der evidenzbasierten Medizin. Nach dem Aufbau des nationalen urologischen Studienregisters führt sie damit folgerichtig ihre Aktivitäten mit dem Ziel fort, das Wissen in der Urologie auf der Grundlage aktuellster klinischer Studien und medizinischer Veröffentlichungen zusammenzutragen und strukturiert aufzuarbeiten.

Mit UroEvidence reagiert die Fachgesellschaft auf die aktuellen Probleme, die im ärztlichen Alltag auftreten. Es ist bekannt, dass neues medizinisches Wissen aus klinischen Studien ca. 10 bis 15 Jahre benötigt, bis es in die praktische Routine zur Versorgung von Patienten eingeht.

Zudem werden neue Therapieverfahren zum Teil überstürzt und ohne vorhergehende Nutzen-Risiko-Prüfung eingeführt und bereits ausreichend erforschte Themengebiete geraten in Vergessenheit. Dies kann unter Umständen zur Wiederholung von klinischen Studien führen, die aus ethischer Sicht nicht zu rechtfertigen sind. Um der Flut von wissenschaftlichen Informationen zu begegnen, werden sogenannte systematische Übersichtsarbeiten erstellt. Hierbei erfolgt anhand einer konkreten klinischen Fragestellung eine systematische Literatursuche nach der qualitativ hochwertigsten wissenschaftlichen Evidenz. Die in der Literatur vorhandenen Erkenntnisse werden zusammengefasst und ermöglichen einen schnellen und umfassenden Überblick über einen klinischen Teilbereich. Die wissenschaftlichen Ergebnisse werden zudem kritisch bezüglich der klinischen Relevanz und Validität bewertet. Dies alles erfolgt anhand einer vorher festgelegten Methodik nach den Empfehlungen der Cochrane Collaboration. Zu diesem Zweck erfolgt auch eine enge Kooperation mit dem Deutschen Cochrane Zentrum in Freiburg.

Der Leiter des Deutschen Cochrane Zentrums in Freiburg, Prof. Dr. rer. nat. Gerd Antes, hat durch seine große Erfahrung geholfen, UroEvidence mit zu entwickeln und aufzubauen. Um die Arbeit wissenschaftlich fundiert durchführen zu können, besteht die Arbeitsgruppe aus einer Informationswissenschaftlerin, die im DGU-Hauptstadtbüro ihren Arbeitsplatz innehat, und einem Board von zehn urologischen Reviewern, die bereits über Erfahrungen mit wissenschaftlichen Arbeiten verfügen und vom Deutschen Cochrane Zentrum für diese Arbeiten qualifiziert werden. Die Arbeitsgruppe wird statistisch vom Institut für Medizinische Biometrie und Informatik der Universität Heidelberg unterstützt. Die Basis allen medizinischen Handelns ist es, klinische Entscheidungen durch eine Integration wissenschaftlicher Erkenntnisse zu belegen, kritisch zu hinterfragen und sie damit abzusichern.

Das neu gegründete Zentrum soll helfen, den aktuellen Stand der Wissenschaft mittels systematischer Übersichtsarbeiten für die klinische Arbeit der Urologen routinemäßig nutzbar zu machen. Dabei darf aber die Rolle des behandelnden Arztes nicht übersehen werden, da seine Erfahrung und sein Können nicht durch aktuellste Forschungsergebnisse ersetzt werden können. Erst das Urteilsvermögen und der Sachverstand der Ärzte/innen entscheiden darüber, ob Ergebnisse aus systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen auf den individuellen Patienten anwendbar sind. Das alleinige Präsentieren von wissenschaftlichen Erkenntnissen reicht aber nicht aus. Um den Wissenstransfer aus der klinischen Forschung in die Praxis zu verbessern, müssen aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen Handlungsempfehlungen in Form von Leitlinien resultieren.

Hierfür soll eine enge Verzahnung von UroEvidence mit Leitliniengruppen, an denen die Urologie zentral beteiligt ist, erreicht werden. Damit kann UroEvidence die Arbeit von Leitliniengruppen unterstützen und hilft, Leitlinien auf ein evidenzbasiertes Fundament zu stellen. Darüber hinaus verfolgt UroEvidence aber auch ein eigenständiges wissenschaftliches Interesse. Zusammen mit dem Deutschen Cochrane Zentrum soll UroEvidence mithilfe einer neu entwickelten Untersuchungssystematik aufzeigen, zu welchen Themenbereichen in der Urologie derzeit keine brauchbaren Studien vorliegen, wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse fehlen und somit noch Forschungsbedarf besteht. Diese Erkenntnisse sollen wiederum die Basis für die Planung und Durchführung neuer Studien bilden.

UroEvidence stellt somit einen weiteren Schritt in der konsequenten Weiterentwicklung und Festigung bereits bestehender Strukturen in der Urologie dar und ermöglicht die Verknüpfung und Zusammenarbeit der verschiedenen Tätigkeitsbereiche und Arbeitsgruppen innerhalb der DGU.

Referent: Prof. Dr. med. Bernd Wullich
Mitglied des Vorstandes der DGU

 


 

Kommentar der Web-Redaktion des BPS

In vorstehendem Artikel wird die Umsetzung einer Forderung des BPS beschrieben, die seit vier Jahren an die mit dem BPS kooperierenden medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften und das Gesundheitssystem gerichtet wurden. Im "Ziel 2" der zehn Ziele des BPS wird dies so formuliert:

2. Eine Behandlungsleitlinie auf dem Stand aktueller medizinischer Erkenntnis

Prostatakrebspatienten sollen auf Basis neuester, Evidenz-basierter Erkenntnisse der Wissenschaft behandelt werden. Die Behandlungsleitlinie soll jährlich aktualisieren werden. Ihr Praxiseinführung sollen Medizinischen Fachgesellschaften und Ärztekammern innerhalb eines Jahres sicherstellen. Krankenkassen und öffentliche Haushalte sollen die Leitlinie finanzieren.

Die Tätigkeit von Vertretern des BPS in Leitlinienkommissionen, die Mitgliedschaft des BPS im Deutschen Netzwerk evidenzbasierte Medizin und das Eintreten des gesamten Verbandes für das Ziel 2 des BPS haben mit zu der im Artikel beschriebenen Entwicklung beigetragen.

rrd, 6.10.2013

 

Termine

25. Juli 2019
Vortrag von Dr. med. R. Abdunnur, Chefarzt Urologie, Helios-Klinik Schwelm zum Thema „Harninkontinenz/Therapieoptionen nach OP/Bestrahlung“
19.30 Uhr
Veranstalter: SHG Wuppertal
Veranstaltungsort: Helios Klinikum Wuppertal, Heusner Str. 40, 42283 Wuppertal-Barmen, Im Konferenzzentrum (Eingang Torbogen, direkt am Haupteingang) 

 

6. August 2019
Vortrag von Fr. Dr. S. Kaminiorz, Chefärztin Klinik Innere Medizin zum Thema "Was Sie über Darmkrebs wissen sollten"
18.00 Uhr
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen-Buer

 

12. August 2019
Vortrag von Dr. S. Hennigs, Chefärztin der Radiologie des KKH Bottrop zum Thema „Bildgebende Verfahren beim Prostatakarzinom“
18 Uhr
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: Verwaltungsgebäude des Knappschaftskrankenhauses Bottrop, Alten Personalkantine, Osterfelder Str. 157, 46242 Bottrop (Gebäude hinter dem Krankenhaus, neben dem Reha-Zentrum prosper)

 

21. bis 22. August 2019
Therapieseminar der SHG BOttrop
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: „Die Wolfsburg“, Falkenweg 6, 45478 Mülheim a.d.Ruhr

 

29. August 2019
Vortrag von Priv.-Doz. Dr. med. Jochen Heß, stellvertretender Klinikdirektor, Urologie, Universitätsmklinikum Essen zum Thema „Erektile Dysfunktion und Inkontinenz"
19.30 Uhr
Veranstalter: SHG Wuppertal
Veranstaltungsort: Helios Klinikum Wuppertal, Heusner Str. 40, 42283 Wuppertal-Barmen, Im Konferenzzentrum (Eingang Torbogen, direkt am Haupteingang)

 

3. September 2019
Vortrag von Frau Jutta Heidl, Dipl. Sozialarbeit. Bergmannsheil zum Thema "Schwerbehindertengesetz
Antragstellung, Merkzeichen etc."
18.00 Uhr
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen-Buer

 

7. September 2019
Sonnenblumenfest der Sächsischen Krebsgesellschaft
ab 13.00 Uhr
Ort: Schlobigpark Zwickau
Veranstalter: Sächsische Krebsgesellschaft e. V.
Weitere Informationen finden Sie hier
Die SHG Zwickau wird mit einem Infostand vertreten sein

 

8. September 2019
Tag der Selbsthilfe im Kreis Gütersloh
13.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Rietberg
Veranstalter: BIGS Gütersloh
Die SHG Gütersloh wird mit einem Infostand vertreten sein

 

9. September 2019
Gruppengespräch mit Facharzt M. Lünzmann, Urologe in Bottrop
18 Uhr
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: Verwaltungsgebäude des Knappschaftskrankenhauses Bottrop, Alten Personalkantine, Osterfelder Str. 157, 46242 Bottrop (Gebäude hinter dem Krankenhaus, neben dem Reha-Zentrum prosper)

 

13. September 2019
Vortrag von Prof. Dr. Arnulf Stenzel, Klinik für Urologie Uni Tübingen zum Thema „Stand derTherapie des katastrionsresistenten Prostatakarzinom“
Veranstaltungsort: Gesundheitszentrum Federsee-Bad Buchau
Die SHG Bad Buchau-Federsee wird mit einem Infostand vertreten sein

 

14. September 2019
Selbsthilfetag aller Neustädter Selbsthilfegruppen
11.00 bis 15.00 Uhr
Veranstaltungsort: Gemeindehaus der ev. Kirche
Veranstalter: Zusammenschluss Neustädter Selbsthilfegruppen und Kibis

 

 

19. September 2019
18. BKK Selbsthilfe-Tag im Rahmen der REHACare International in Düsseldorf
Weitere Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier

 

21. September 2019
Öffentliches Patientenforum im Rahmen der Herbsttagung des BPS-Regionalverbands Neue Bundesländer
Referenten und Themen: Dr. Hamza, Chefarzt der Klinik für Urologie und Andrologie am Klinikum St. Georg Leipzig: „Fortschritte bei der Behandlung urologischer Patienten am Klinikum St. Georg in Leipzig "; Dr. med. Töpfer, OA an der Klinik für Urologie und Andrologie: „Welche Anforderungen stellt der Antrag "Zertifiziertes Prostatakrebszentrum" an die Klinik für Urologie und Andrologie im Klinikum?; Dr. med. Schule, niedergelassener Urologe in Markleeberg/Leipzig: „Ambulanter Spezialärztlicher Verband (ASV ) in der Urologie-Fortschritt oder Stillstand?“
9.00 bis 12.00 Uhr
Veranstaltungsort: Klinikum St.Georg Leipzig, Delitzscher Str. 141, 04129 Leipzig
Veranstalter: BPS-Regionalverband Neue Bundesländer 

 

26. September 2019
„Allgemeine Sprechstunde“ von Johannes Wessel, Barmer
19.30 Uhr
Veranstalter: SHG Wuppertal
Veranstaltungsort: Helios Klinikum Wuppertal, Heusner Str. 40, 42283 Wuppertal-Barmen, Im Konferenzzentrum (Eingang Torbogen, direkt am Haupteingang) 

 

1. Oktober 2019
Vortrag von Dr. R. Haerting, Facharzt für Urologie zum Thema "Mein PSA-Wert steigt, (wieder)
was soll ich machen?"
18.00 Uhr
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen-Buer

 

26. Oktober 2019
Offene Krebskonferenz 2019 unter dem Motto „Miteinander reden – verstehen– gemeinsam handeln“
10.00 bis 16.00 Uhr
Veranstalter: Stiftung Deutsche Krebshilfe und Deutsche Krebsgesellschaft
Veranstaltungsort: Campus Westend, Frankfurt am Main
Weitere Informationen finden Sie hier

 

31. Oktober 2019
Vortrag von Bernd Troche, BPS-Landesverband NRW, zum Thema „Studien-Aussage über das Überleben bei Prostatakrebs“
19.30 Uhr
Veranstalter: SHG Wuppertal
Veranstaltungsort: Helios Klinikum Wuppertal, Heusner Str. 40, 42283 Wuppertal-Barmen, Im Konferenzzentrum (Eingang Torbogen, direkt am Haupteingang)

 

5. November 2019
Vortrag von Dr. T. Peiler, Facharzt für Urologie zum Thema "Personalisierte Therapie in der Urologie,
bezogen auf das Prostatakarzinom"
18.00 Uhr
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen-Buer

 

11. November 2019
Gruppengespräch mit Facharzt M. Lünzmann, Urologe in Bottrop
18 Uhr
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: Verwaltungsgebäude des Knappschaftskrankenhauses Bottrop, Alten Personalkantine, Osterfelder Str. 157, 46242 Bottrop (Gebäude hinter dem Krankenhaus, neben dem Reha-Zentrum prosper)

 

15. November 2019
Tanzen ist die beste Medizin mit Senioren – Tanzgruppe mit Claudia Bronner, Landesvorsitzende BW Seniorentanze.V.
Veranstaltungsort: Gesundheitszentrum Federsee-Bad Buchau
Die SHG Bad Buchau-Federsee wird mit einem Infostand vertreten sein

 

28. November 2019
Vortrag von Dr. med. J. Gleißner, MVZ/DGU Hofaue Wuppertal zum Thema „Bericht vom DGU-Kongress 2019“
19.30 Uhr
Veranstalter: SHG Wuppertal
Veranstaltungsort: Helios Klinikum Wuppertal, Heusner Str. 40, 42283 Wuppertal-Barmen, Im Konferenzzentrum (Eingang Torbogen, direkt am Haupteingang)

 

 

 

 







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