Zur Startseite...     
  
Hauptmenü


 Servicemenü
Kontakt
Beratungs-Hotline
Forum
Hinweise zum Forum
Nutzungsbedingungen
Spenden
Impressum
 Projekte des BPS
Initative für Hygienebehälter in Herrentoiletten
Erste Hilfe  Erste Hilfe
Ihr erster Besuch beim BPS
Hinweise zu dieser Website
Suchen

 Zertifizierungen
Medisuch-Siegel

       Thursday, 23 May 2013
Neue Artikel
 Termine


Terminübersicht 2013
23.05.2013, 18:30 Uhr:  "Der informierte Patient": Alternative Therapiemöglichkeiten bei Prostatakrebs. Veranstalter SHG Ulm. Die Veranstaltung findet im Maritim Ulm, Raum Köln (EG) statt.

---

1. Juni 2013, 10:00 - 18:00 Uhr: 3. Weyher Sozial- und Gesundheitsmesse. Infostand der SHG Weyhe. Marktplatz Weyhe

---

3. - 6. Juni 2013: Jahrestagung des Bundesverbands Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (interne Veranstaltung), Magdeburg

---

4. Juni 2013, 17:30 - 21:00 Uhr: "Aktuelles aus der Krebsmedizin". Patientenkongress des Patientenbeirats der Deutschen Krebshilfe. Mühlhausen / Thüringen. Restaurant Puschkinhaus, Puschkinstraße 3, 99974 Mühlhausen. Eintritt frei. Nähere Informationen unter muehlhausen@patientenkongress.net 

---

8. Juni 2013, 10:00 - 14:00 Uhr: "GE-meinsam Barrieren abbauen". Infostand der SHG Gelsenkirchen-Buer. Fußgängerzone, City-Buer

---

25.07.2013, 18:30 Uhr: "Der informierte Patient": ONKOZERT. Kriterien der Zertifizierung und Einbindung der Selbsthilfegruppe. Veranstalter SHG Ulm. Veranstaltungsort: Weststadthaus (Moltkestr. 10 in Ulm Söflingen/ 1. Stock)

---

31. August 2013, 10:00 - 14:00 Uhr: 21. Tag der Selbsthilfe Burgdorf. Infostand der SHG Burgdorf. Spittaplatz

---

14. September 2013, 9:00 - 12:30 Uhr: "Öffentliches Patientenforum" des Regionalverbandes Neue Bundesländer. Hörsaal der Universitätsklinik Halle- Kröllwitz

---

17. September 2013, 18:00 Uhr Infoabend "Neue Behandlungsmöglichkeiten in der Radiologie beim PCa." Veranstalter. SHG Hagen. Gemeindesaal Eppenhauser Str. 152, 58093 Hagen

---

25. - 28. September 2013: 65. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie, Messe Dresden

---

26.09.2013, 18:30 Uhr: "Der informierte Patient": Was kommt danach - nach Therapie? Veranstalter SHG Ulm. Veranstaltungsort: Weststadthaus (Moltkestr. 10 in Ulm Söflingen/ 1. Stock)

---

28. September 2013: Selbsthilfetag der Stadt Iserlohn. Infostand der SHG Iserlohn.Saalbau Letmathe (Ortsteil von Iserlohn)

---

19. Oktober 2013, 9:00 - 16:30 Uhr: 5. Offene Krebskonferenz 2013. Veranstalter: Deutsche Krebsgesellschaft, Sächsische Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe.  Veranstaltungsort: Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden. Weitere Informationen: www.okk2013.de

---






Terminübersicht

Kooperationspartner
des BPS:


Stiftung Männergesundheit
Stiftung
Männergesundheit


Dachverband der Prostatazentren Deutschlands e.V.
Dachverband der Prostatazentren
Deutschlands e.V.


Medizinrechts-Beratungsnetz
Medizinrechts-Beratungsnetz



Initative für Hygienebehälter in Herrentoiletten
Initative für Hygienebehälter in Herrentoiletten


Die blaue Schleife - das Symbol der Solidarität mit Prostatakrebserkrankten

Neue Substanzen zur Therapie des Prostatakarzinoms
Ungefähr 85 Prozent der Prostatakarzinome sind hormonabhängig: Das zentrale Prinzip ihrer Behandlung ist die Hormontherapie. Das heißt, die Testosteronproduktion in den Hoden wird durch Medikamente unterbunden, die Krebszellen werden außer Gefecht gesetzt. Auf diese Weise wird das Wachstum des Tumors gestoppt oder verlangsamt. In der Regel sprechen die meisten Patienten nach einem Zeitraum von drei bis vier Jahren nicht mehr auf die Hormontherapie an. Eine Ursache dieses sogenannten kastrationsresistenten Karzinoms liegt darin, dass durch die Hormontherapie nicht alle Tumorzellen abgetötet werden; ein Teil von ihnen überlebt. Es werden verschiedene Modelle diskutiert, bei denen die Zellen unterschiedliche Mechanismen ausbilden, sich trotz der niedrigen Testosteronwerte zu vermehren. Forscher entwickelten in den letzten Jahren zur Behandlung des Prostatakarzinoms richtungsweisende neue Therapien, insbesondere für Patienten mit einem kastrationsresistenten Karzinom. retorte.jpg

Neues aus der Hormontherapie

Als neuartiges Medikament für Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom wurde der GnRH-Blocker Degarelix vor zwei Jahren in Europa zugelassen. Die Substanz verfügt über einen anderen Wirkmechanismus als die üblichen Hormontherapien. Sie blockiert direkt die GnRH-Rezeptoren in der Hirnanhangsdrüse, wodurch das luteinisierende Hormon (LH) und das Follikel stimulierende Hormon (FSH) unterdrückt werden. LH ist für die Bildung von Testosteron in den Hoden zuständig. Durch die Blockade des LH kommt es zu einer schnellen Senkung des Testosteron- und des PSA-Wertes (des prostataspezifischen Antigens). In Studien blieben bei den mit Degarelix behandelten Patienten die Testosteron- und PSA-Werte anhaltend über einen Zeitraum von vier Jahren gesenkt. Darüber hinaus konnte die Zeit bis zur nächsten Therapie-Etappe deutlich hinausgezögert werden. Forscher nehmen an, dass dies mit der schnellen und deutlichen Absenkung des Testosteronwertes in Zusammenhang stehen könnte. Denn wird der Testosteronspiegel zuverlässig gesenkt, kann so das Wachstum des Tumors unterbunden werden.

Ein neuer Wirkstoff, der in Zukunft bei Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom eingesetzt werden könnte, ist Abirateron. Die Substanz blockiert die Bildung von Testosteron im ganzen Körper. Abirateron hemmt ein Enzym mit dem Namen CYP17, das bei der Herstellung des Testosterons eine wichtige Rolle spielt. In einer Zulassungsstudie konnte mit Abirateron die Überlebenszeit von Patienten verlängert werden, die als austherapiert galten und bei denen es auch unter einer Chemotherapie zu erneutem Tumorwachstum kam. Aufgenommen in die Studie wurden 1.195 Männer, die entweder eine Kombination aus Abirateron mit Prednison (ein entzündungshemmender Wirkstoff) oder ausschließlich Prednison erhielten. Unter Abirateron / Prednison kam es, verglichen mit der alleinigen Prednison-Therapie (Monotherapie), zu einer deutlichen Verlängerung des Gesamtüberlebens. Abirateron wurde von den Patienten gut vertragen. Das Zulassungsverfahren als Therapie nach einer Docetaxel (Chemotherapeutikum)-Vortherapie läuft aktuell bei der europäischen Zulassungsbehörde (EMA). In den USA wurde Abirateron kürzlich zum Einsatz bei Patienten zugelassen, die bereits eine Chemotherapie erhalten hatten. Abirateron muss in Kombination mit Prednison gegeben werden, weshalb eine Dauerbehandlung mit Abirateron ausgeschlossen ist. 

Bei MDV3100 handelt es sich um das erste Antiandrogen, das eine dreifache Wirkung besitzt. Als Antiandrogen werden Arzneimittel bezeichnet, die die Wirkung der männlichen Geschlechtshormone unterbinden. MDV3100 hemmt den Signalweg der Androgenrezeptoren: Das Wachstum der Krebszellen wird eingedämmt und sie sterben schließlich ab. Zurzeit befindet sich die Substanz in der klinischen Entwicklung zur Therapie von fortgeschrittenem Prostatakrebs, der nicht mehr auf die Hormontherapie oder eine Chemotherapie anspricht. Unter MDV3100 wurden ein deutlicher Abfall des PSA-Wertes und eine Rückbildung von Knochenmetastasen beobachtet. Die mittlere Zeitdauer bis zum Fortschreiten der Erkrankung lag bei 47 Wochen. Hinsichtlich der Nebenwirkungen trat am häufigsten eine dosisabhängige Fatigue (krankhafte Müdigkeit) auf.

Neues aus der Chemotherapie

Seit dem 18. März 2011 ist Cabazitaxel in Europa zugelassen: Das neue Chemotherapeutikum wird in Kombination mit Prednison für Patienten mit einem kastrationsresistenten Prostatakarzinom eingesetzt, das Metastasen gebildet hat, und nicht mehr auf Docetaxel anspricht. Cabazitaxel und Docetaxel gehören zur Gruppe der Taxane, das sind natürlich vorkommende Zytostatika. Hierunter versteht man Substanzen, die das Zellwachstum beziehungsweise die Zellteilung hemmen. 755 Patienten, bei denen unter Docetaxel die Krankheit fortschritt, erhielten entweder Cabazitaxel oder Mitoxantrone (Zytostatikum). Bei den Patienten, die Cabazitaxel erhielten, verringerte sich das mittlere Sterberisiko und verbesserte sich das Gesamtüberleben. Auch war die Zeitspanne bis zum Beginn des Fortschreitens der Erkrankung unter Docetaxel deutlich länger als in der Vergleichsgruppe. Als häufigste Nebenwirkungen wurden eine Abnahme der Zahl der weißen Blutkörperchen und Durchfall sowie Erbrechen beobachtet. Anders als Docetaxel bindet Cabazitaxel kaum an große Moleküle mit dem Namen P-Glykoproteine. Diese Moleküle haben einen wesentlichen Anteil daran, dass Tumorzellen resistent gegenüber Zytostatika werden.

Literatur:
Crawford et al. Poster 670, Switching from Leuprorelide to Degarelix vs continuous Degarelix Treatment – effects on long-term prostate-specific antigen control, AUA (American Association of Urology) 2010 in San Francisco.
Di Lorenzo G, et al. (2010): Castration-resistant prostate cancer, current and emerging treatment strategies, Drugs;70(8):983-1000.
Plekhanov A, Switching from leuprolide to degarelix vs continuous degarelix treatment – effect on long term PSA control, draft abstract 4, NEEM-Tagung der European Urologic Association, 10-11. September 2010.
Salem M, Garcia JA. (2011): Abiraterone acetate, a novel adrenal inhibitor in metastatic castration-resistant prostate cancer. Curr Oncol Rep. Apr;13(2):92-6. PubMed PMID: 21243537.
Scher HI, Beer TM, Higano CS, et al. (2010): Antitumour activity of MDV3100 in castration-resistant prostate cancer: a phase 1–2 study. Lancet; 375:1437-46.

ViSdP Birgit Klötzer, Adlexis GmbH

 

Deutsche Krebshilfe Unter Schirmherrschaft der
Deutschen Krebshilfe e. V.
  Der Paritätische Mitglied im
Paritätischen Wohlfahrtsverband
  B.A.G. Selbsthilfe Mitglied in der
BAG Selbsthilfe