Mit ausgelöst durch die Sendung in der Reihe "plusminus" der ARD vom 16. Juni 2009 ist in jüngerer Zeit wieder eine Diskussion über den PSA-Test als Mittel der Früherkennung des Prostatakrebses entbrannt. Für zusätzlichen Zündstoff in dieser Debatte sorgte die amerikanische PCLO-Studie (Prostate, Lung, Colorectal and Ovarian Cancer Screening Trial) zu diesem Thema, die (verkürzt) zu dem Schluss kam, dass Reihenuntersuchungen mittels des PSA-Tests keinen Nutzen als Mittel der Früherkennung von Prostatakrebs haben.
In einer ausführlichen Stellungnahme zeigt Prof. Dr. Stöckle die methodischen Fehler und Schwächen dieser Studie auf.
Die in Europa etwa zeitgleich zur PCLO-Studie durchgeführte ERSPC-Studie (European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer) kam zu einem gegenüber der amerikanischen Studie gegenteiligen Ergebnis, nämlich dem, dass durch den PSA-Test Leben gerettet werden können.
Der BPS als Vereinigung von Männern, die wissen, was es heißt, an Prostatakrebs erkrankt und unter Umständen zu spät für eine Heilung diagnostiziert worden zu sein, befürwortet ausdrücklich den PSA-Test im Rahmen der Prostatakrebs-Früherkennung und dankt Herrn Prof. Stöckle für diesen Beitrag.