Rückfall trotz Operation und Bestrahlung
Medical Tribune Bericht
CHICAGO – Ein PSA-Anstieg (Prostataspezifisches Antigen) nach Operation oder Bestrahlung ist beim Prostatakrebs immer ein ungünstiges Zeichen. Der Konsum von Granatapfelsaft kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.
Die positive Wirkung des Granatapfelsafts belegt eine amerikanische Studie, die auf der Jahrestagung der American Urological Association vorgestellt wurde1. Darin warem 48 Männer eingeschlossen, die nach Therapie eines Prostatakrebses steigende PSA-Werte aufwiesen. Neben der konventionellen Weiterbehandlung erhielten sie täglich etwa 240 ml Granatapfelsaft.
Bei den Patienten, die konsequent mitmachten, verlängerte sich in der sechsjährigen Nachbeobachtungsphase die PSA-Verdopplungszeit von durchschnittlich 15,4 Monaten auf 60 Monate. Der mittlere PSA-Anstieg sank um 60 %. Damit lagen die Werte deutlich günstiger als bei Männern, die zwischenzeitlich aus der Studie ausgeschieden waren. Die Ergebnisse legen nahe, dass Granatapfelsaft das Fortschreiten eines erfolglos behandelten Prostatakarzinoms effektiv verzögern kann, so das Resümee von Dr. Christopher Amling, Sprecher der AUA. Er hofft, dass sich zukünftig sogar Hinweise auf eine vorbeugende Wirkung des Getränks finden lassen.
1 Allan Pantuck et al., J Urol Suppl. 2009; 181, 4, Abstract 826